„Bei jeder Waschung wird die große Hitze gedämmt und die Natur in der Ausleitung der kranken Stoffe unterstützt“, sagte Sebastian Kneipp. Fieber hat eine wichtige Funktion und sollte nicht sogleich unterdrückt werden. Hat es aber seinen Höhepunkt erreicht, können Waschungen auf schonende Weise die Temperatur senken und den Körper bei seiner Selbstheilung unterstützen.
WAS IST EINE SERIENWASCHUNG?
Mit Waschungen wird der Körper von außen gekühlt und beim Ableiten der Hitze unterstützt. Dabei wird die heiße Haut mit einem feuchten, lauwarmen Tuch abgewaschen und nicht abgetrocknet. Es erfolgen mehrere Durchgänge mit Pausen dazwischen.
WOFÜR DIE SERIENWASCHUNG GUT IST
Eine Serienwaschung ist eine sanfte Möglichkeit, das Fieber zu senken und deswegen sehr gut für ganz kleine Kinder geeignet. Die kühlenden Tücher erfrischen und beleben. Auf schonende Weise wird der Kreislauf in Schwung gebracht. Auf den Kältereiz reagiert der Körper mit Wärme und kommt ins Schwitzen, idealerweise bis hin zum Schweißausbruch. Dieser hilft effektiv, die überschüssige Hitze loszuwerden. In ähnlicher Weise wirken Wadenwickel, die aber für den Patienten anstrengender sind.
WANN DARF DIE SERIENWASCHUNG ANGEWENDET WERDEN?
Diese Behandlung darf nur im fieberhaften Hitzestadium angewendet werden, wenn die Haut richtig heiß ist und der Patient Abkühlung wünscht. Hände und Füße müssen immer warm sein. Nicht anwenden bei Kältegefühl, Frösteln, kalten Händen oder Füßen! Ebenfalls nicht anwenden, wenn das Fieber noch ansteigt und sich die Haut kühl anfühlt.
DAS WIRD GEBRAUCHT:
Leinentuch
Schüssel mit lauwarmem Wasser (etwa 25 °C)
SO GEHT’S:
Um den Schweißausbruch zu unterstützen, kann man zuvor eine Tasse Lindenblüten- oder Holundertee geben und eventuell eine Wärmflasche an die Füße legen. Das Kind liegt und bleibt zugedeckt, nur die zu waschenden Körperteile werden kurz aufgedeckt. Das Tuch ins Wasser tauchen und gut auswringen. Bei Kleinkindern nur die Arme oder die Beine bis zum Knie, bei größeren auch Hals, Bauch, Seiten, Rücken, Gesäß und Beine waschen, recht zügig und immer entgegen der Haarwuchsrichtung. Füße und Hände aussparen, die müssen warm bleiben. Bei Schwerkranken nur die Körpervorderseite waschen. Die Haut nicht abtrocknen, einfach Body oder Schlafanzug wieder anziehen und das Kind locker zudecken. Das Ganze viertel- oder halbstündlich, immer wenn das Kind sich wieder heiß anfühlt, wiederholen, solange es angenehm ist. Bei beginnendem Schweißausbruch beenden und eine Stunde schwitzen lassen. Danach lauwarm abwaschen und abtrocknen. Körper- und Bettwäsche wechseln und den kleinen Patienten schlafen oder ruhen lassen.
Ähnliche Beiträge, die Sie auch interessieren könnten
Zöliakie zählt zu den häufigsten Darmerkrankungen, die nicht durch Infektionen mit Erregern verursacht werden. Symptome können häufiger Durchfall, anhaltende Bauchschmerzen und Wachstumsstörungen sein. Zeigen sich bei Kindern zunächst keine oder […]
Wenn‘s drückt und krampft im Babybäuchlein, leidet das Baby und die Eltern mit. Lindern und helfen können altbekannte Küchengewürze wie Fenchel, Anis und vor allem Kümmel. Als Öl sanft einmassiert, […]
Allein der intensive Duft von Thymian lässt an den sonnigen Süden und seine Küche denken. Aus Thymian kann man aber auch einen Sirup herstellen, mit dem man bestens gegen die […]
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.