Eukalyptusauflage bei Blaseninfekt für Kinder ab 6 Jahren
Von Claudia Hempel
Ein Blaseninfekt kommt bei manchen Kindern ziemlich häufig vor. Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, manchmal Fieber. Im Anfangsstadium kann man bei Schulkindern die Schmerzen eines Blaseninfekts gut mit einer Eukalyptusauflage lindern. Vor allem hilft es natürlich, viel zu trinken, denn ein Blaseninfekt ist eine bakterielle Entzündung. Die Flüssigkeit schwemmt die Bakterien aus dem Körper.
WIE WIRKT EUKALYPTUSÖL?
Eukalyptusöl enthält als Hauptwirkstoff 1,8-Cineol, auch Eukalyptol genannt. Je nach Eukalyptusart besteht Eukalyptusöl zu 70 bis 90 Prozent aus 1,8-Cineol. Dieser Stoff ist nicht nur für den typischen Geruch verantwortlich, sondern hat auch mehrere Heileffekte: Er gilt als entzündungshemmend, schleimlösend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Es handelt sich um ein traditionelles Mittel aus der Erfahrungsmedizin. Bislang gibt es noch keine Studien, in denen die Wirksamkeit solcher Wickel im Vergleich mit der Standardtherapie untersucht wurde. Ganz sicher trägt aber die Wärme des Öls zum schmerzlindernden Effekt bei. Hinzu kommen noch zwei weitere heilsame Komponenten: Der Duft und die Zuwendung.
WIE WENDET MAN DAS ÄTHERISCHE ÖL AN?
6 Tropfen Eukalyptusöl mit 1 EL Oliven- oder Mandelöl verdünnen. Den Unterbauch einreiben, mit einem Baumwolltuch oder einer Stoffwindel bedecken. Anschließend eine Wärmflasche oder Kirschkernkissen darauf legen. 30 Minuten (oder über Nacht) einwirken lassen. Diese Anwendung kann 2 bis 3 Mal täglich wiederholt werden.
WAS MUSS MAN BEACHTEN?
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Wirkstoffe. Deshalb werden sie – bis auf ganz wenige Ausnahmen – niemals pur angewendet, um Reizungen von Haut und Schleimhäuten zu vermeiden.
Für kleinere Kinder ist Eukalyptusöl nicht geeignet. Ab 6 Jahren kann man es aber gut einsetzen.
Hat das Kind Asthma, sollte Eukalyptusöl nur nach vorheriger medizinischer Abklärung eingesetzt werden, denn in hoher Konzentration können die Muskeln verkrampfen, welche die Atemwege umschließen. Die Folge: Luftnot.
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