Mit Pasta zu Glanz und Gloria

Von Ingrid Exo

Zähneputzen ist vielfach ein leidiges Thema, nicht selten müssen Kinder gelockt, „bestochen“ oder abgelenkt werden. Und: Ohne Eltern geht es nicht. Zum einen, weil die Kinder feinmotorisch erst dann zu selbstständigem Zähneputzen in der Lage sind, wenn sie auch schon schreiben können. Zum anderen, weil sonst die verlockend aromatisierte Zahnpasta im Übermaß aufgetragen oder sogar verspeist wird. Daher gilt der Grundsatz: Ohne Elternhand im Kindermund werden die Kinderzähne krank.

Um das Zähneputzen ein bisschen spannender und vor allem in seinen Techniken vertrauter zu machen, gibt es zahlreiche Bilderbücher.

Das Ende vom Lied

Karius und Baktus ist ein Klassiker. Man kommt an den beiden nicht vorbei. Und schließlich ist die Botschaft klar: Es ist wirklich fies, wie die beiden dem armen Jens zusetzen, schließlich sind es doch seine Zähne, in die sie ihre Behausung hineinhämmern! So gibt es am Ende auch kein Mitleid, Jens geht zum Zahnarzt und wird fortan brav seine Zähne putzen, Gesundes essen statt Zuckerzeug, und den beiden Zahnzerstörern bleibt nur, ihr trauriges Liedchen anzustimmen: „Alles das, was lecker war, ist nun fort, wie sonderbar.“ Dann werden sie endgültig fortgespült.

Thorbjørn Egner
Karius und Baktus
Verlag: cbj
Alter: 4–6 Jahre

So frisch, so glatt, so weiß!

Man ist sofort ganz verliebt in jedes einzelne Bild dieses herrlichen Buchs! Damit gewinnt man bestimmt auch die vielen kleinen Zahnputzmuffel. Im Zoo nämlich haben sich die Tiere von Freddie Faultier überreden lassen, das Zähneputzen bleiben zu lassen, weil es einfach nur lästig ist. Doch dann müffelt es und die Besucher bleiben weg. Wie praktisch, dass der Zoo auch einen putzfreudigen Igel namens Ignaz Pfefferminz beherbergt. Mit seiner Hilfe bringt der Direktor alle wieder zu einem fotoreifen Werbestrahlen!

Sophie Schoenwald, Günther Jakobs
Der große Zahnputztag im Zoo
Verlag: Boje
Alter: 4–6 Jahre

Willkommen im Club

Wilma will auch einen Wackelzahn haben. Uuunbedingt. Coole Wackler haben einen Club. Mit Zentrale und Aufnahmeantrag und allem. Im Antrag muss man angeben, wie doll der Zahn denn wackelt. Wie Wackelpudding? Wie ein Wackeldackel? Oder gar wie ein Erdbeben? Wilma versucht mit allen Mitteln, dazuzugehören. Probiert selbstgemachten Wackelpudding, Wackeltiere und Zaubertanz. Dann endlich ist es so weit! Die ganze Nachbarschaft freut sich mit. Nun will sie ihn unbedingt behalten und vor dem Ausfallen retten. Geht natürlich nicht. Darum bekommt er ein hellblaues Bettchen neben ihrem Bett. Im Club darf sie trotzdem bleiben. „Einmal Wackler, immer Wackler!“ Ein köstliches Buch mit vielen amüsanten Details, das auch mit den neuen Zähnen noch Spaß macht. Und als Dreingabe gibt es eine himmelblaue Dose für den ersten eigenen Wackelzahn.

Christian Tielmann, Tine Schulz
Wilma Wackelzahn
Verlag: Carlsen.
Alter: ab 4 Jahre

Ähnliche Beiträge, die Sie auch interessieren könnten