Holunder wurde 2024 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Holunderblütentee als traditionelles Mittel gegen beginnende Erkältungssymptome anerkannt. Sie empfiehlt bei Erkältungssymptomen bis zu dreimal täglich Holunderblütentee. Bekannt ist der schwarze Holunder wegen seiner heilenden Wirkung auch als „Apotheke der armen Leute“, seine Verwendung hat eine lange Tradition.
WIE WIRKT HOLUNDERBLÜTENTEE?
Holunderblüten haben eine schweißtreibende Wirkung und helfen so, die Körpertemperatur kurzfristig zu erhöhen. Dadurch werden die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert. Weiterhin regt Holunder die Bronchien an, dünnflüssigen Schleim zu produzieren, der dann leichter ausgehustet werden kann. Die Blüten enthalten ätherische Öle, aber auch Flavonoide, Mineral-, Gerb- und Schleimstoffe sowie Triterpene. Diese wirken entzündungshemmend, reizmildernd und antiviral.
WIE BEREITET MAN HOLUNDERBLÜTENTEE ZU?
Zwei bis drei Teelöffel getrocknete Blüten mit circa 150 ml heißem Wasser übergießen. Alles etwa 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abseihen. Noch heiß langsam in kleinen Schlucken trinken.
WAS MUSS MAN BEACHTEN?
Eine Überdosierung ist nicht zu befürchten. Wenn allerdings nach drei Tagen keine merkliche Linderung der Symptome aufgetreten ist, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Tipp: Holunderblütentee selbst herstellen Holunderblüten kann man gut selbst sammeln. Dafür im Mai und Juni die geöffneten weißgelben Dolden direkt vom Strauch abschneiden. Die beste Erntezeit ist der frühe Vormittag eines trockenen Tages. Wegen möglicher Feinstaubbelastung sollten die Blüten nicht direkt neben der Straße gesammelt werden. Die Dolden an einem schattigen und luftigen Ort mehrere Tage trocknen. Alle zwei Tage die Dolden wenden, damit sie nicht schimmelig werden. Die getrockneten Blüten in einer Blechkiste oder einem Glas lichtgeschützt aufbewahren.
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