Dass das mineralische Pulver äußerlich wie innerlich angewandt werden kann, macht Heilerde zu einem besonders vielseitigen Mittel der Naturheilkunde. Sie kommt bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Neurodermitis, Durchfall, Sonnenbrand, Insektenstichen oder Verstauchungen zum Einsatz.
WIE WIRKT HEILERDE?
Heilerde hat sowohl die Fähigkeit, Stoffe auf ihrer Oberfläche anzulagern als auch sie aufzunehmen. Bei Durchfall kann sie gegebenenfalls Giftstoffe im Darm binden. Auf der Haut hingegen werden Schmutz, Bakterien, Talg oder Stoffwechselprodukte gebunden. Je feiner die Heilerde, desto größer ist ihr Bindungsvermögen. Dazu hat Heilerde auch eine beruhigende Wirkung. Mit Kälte kombiniert (wie etwa bei einem kalten Wickel) sorgt sie dafür, dass die Gefäße sich zusammenziehen. Auf diese Weise hilft Heilerde bei Insektenstichen oder Prellungen. Gleichzeitig wird so die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Haut angeregt.
WIE WENDET MAN HEILERDE AN?
Äußerlich bei Akne, unreiner Haut, Pickeln, juckender Kopfhaut: Heilerde mit kaltem Wasser verrühren, sodass eine salbenartige Paste entsteht. Diese ungefähr fingerdick auf die betreffende Stelle auftragen. Lässt der Kühleffekt nach, die getrocknete Erde einfach abspülen und das Ganze wiederholen. Zur Behandlung von Neurodermitis legt man um die Heilerde noch ein feuchtes Baumwoll- oder Leinentuch, darüber anschließend ein trockenes Tuch.
Innerlich bei Durchfall, Reizdarm- und magen, Sodbrennen: 1 Teelöffel Heilerde in einem Glas lauwarmem Wasser verrührt einnehmen. Dreimal täglich wiederholen. Bei Durchfall kommt es auf die Zusammensetzung der Heilerde an. Studien zeigten, dass das Tonmineral Smektit bei Kindern den Durchfall um einen Tag verkürzen kann.
WAS MUSS MAN BEACHTEN?
Beim Umrühren der Erde keinen Metalllöffel verwenden. Das löst eventuell Oxidationsprozesse aus; stattdessen lieber Bambus-, Holz- oder Keramiklöffel benutzen
Bei innerlicher Anwendung bitte darauf achten, dass das Kind ausreichend trinkt, sonst kann es zu Verstopfung kommen
Für Kinder ab 12 Jahren ist die Einnahme von Heilerde bedenkenlos möglich. Bei jüngeren Kindern sollte eine Rücksprache mit der Ärztin oder dem Apotheker erfolgen
Ähnliche Beiträge, die Sie auch interessieren könnten
Steckt ein Fremdkörper in der Luftröhre fest und kann nicht herausgehustet werden, ist die Not groß. Als lebensrettende Maßnahmen gelten Rückenschläge und der Heimlich-Griff. Diesen sollte man kennen, aber – […]
Anfang Dezember 2021 gab die Sächsische Impfkommission grünes Licht für Coronaschutzimpfungen von Kindern ab fünf Jahren, zunächst für Risikogruppen. Das Herzzentrum Leipzig war eine der ersten Kliniken in Sachsen, die […]
Es gibt über zweihundert Arten von Kopfschmerzen, auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend davon betroffen. Es sind Migräne oder Spannungskopfschmerz, die fast jedem zweiten Mädchen und etwa jedem dritten Jungen […]
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.