Aufenthalte an Salzgewässern wie der Ostsee helfen bekannterweise bei Atemwegsinfekten und Hautproblemen, ebenso Saunagänge. Mit einem Salzhemd verschafft man sich eine ähnlich wirkende Anwendung zu Hause, die intensiv entgiftet und den Körper basisch und mineralisch unterstützt. Auch Sebastian Kneipp empfahl bereits eine solche Methode, damals „Spanischer Mantel“ genannt.
WAS IST EIN SALZHEMD
Es handelt sich um ein mit Salzwasser vollgesogenes und ausgewrungenes Leinenhemd. Dieses zieht man feucht an und kuschelt sich wärmstens in Decken oder ins Bett, um intensiv zu schwitzen.
WIE EIN SALZHEMD WIRKT
Das starke Schwitzen und das Salz auf der Haut aktivieren den Stoffwechsel im Körper – ähnlich einem Saunagang oder heißem Salzwasserbad, allerdings schonender für den Kreislauf. Das Schwitzen wirkt ähnlich wie Fieber: Die erhöhte Körpertemperatur aktiviert Abwehrzellen und hilft so dem Immunsystem, Krankheitserreger schneller zu bekämpfen. Doch nicht nur die Selbstheilung wird unterstützt, auch muskuläre Verspannungen können gelöst und das Hautbild verbessert werden.
WOFÜR EIN SALZHEMD GUT IST
Man bringt grippale Infekte und Infektionen schneller und schonender hinter sich. Das Salzhemd wirkt zudem gut bei Hautproblemen, Verdauungsschwäche oder Verspannungen.
SO WIRD ES ANGEWENDET
Man benötigt: Ein Hemd oder dünnes T-Shirt mit langen Armen, Salzsole, Bademantel oder Handtuch, einen dicken Wollpullover und Decken. Das Hemd sollte aus Leinen oder Baumwolle sein, am besten weiß und schon oft gewaschen. (Ohne Färbereste, Weichspüler, Parfüm etc. Besser kein Billig-Shirt, da diese oft mit giftigen Substanzen, vor allem, wenn sie neu sind, belastet sind) Für die Salzsole werden in einen Liter lauwarmes Wasser 2 bis 3 Esslöffel Meer- oder Steinsalz eingerührt (insgesamt etwa 30 g; ein gehäufter EL Salz entspricht ungefähr 15 bis 20 g, ein flacher ungefähr 10 g), am besten solches ohne Zusätze.
So geht’s:
Hemd in die warme Salzsole tauchen, vollsaugen lassen und auswringen, bis es nicht mehr tropft. Dann anziehen, darüber den Bademantel oder ein Handtuch und darüber noch den Wollpullover. Komplett in eine Decke einmummeln oder ins Bett kuscheln und ruhen
Nach etwa einer halben Stunde fängt das Schwitzen an, das ist gewünscht. (Dieses Schwitzen nur unterbrechen, wenn Kreislaufprobleme auftreten, was äußerst selten passiert)
Nach 60 bis 90 Minuten hört das Schwitzen meist auf und man beendet die Anwendung. Schweiß und Salzreste abduschen. Nachruhen
WAS MAN NOCH TUN KANN
Unterstützend und ebenfalls schweißtreibend wirkt ein Tee aus Lindenblüten. Wenn kein grippaler Infekt vorliegt, kann man das Salzhemd auch über Nacht anbehalten. Ein Wohlfühlhemd sozusagen.
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