Basilikum – ein altes Hausmittel gegen Insektenstiche

Von Claudia Hempel
Grüne Blätter der Basilikumpflanze aus nächster Nähe

In den warmen Anbaugebieten wie Asien, Afrika und Südeuropa wird Basilikum traditionell gegen Insektenstiche verwendet. Mittlerweile wächst er auch im hiesigen Garten und hilft effektiv, um Insektenstiche zu kühlen und den Juckreiz zu lindern.

WIE WIRKT BASILIKUM?

Die Pflanze enthält starke ätherischen Öle, wie Eugenol, Kampfer und Linalool. Eugenol hemmt den Schmerz und schützt vor Entzündungen. Kampfer kühlt. Linalool entfaltet seine Effekte über das Nervensystem und wirkt entspannend sowie beruhigend, gleichzeitig aber ebenfalls schmerzlindernd.

WIE WENDET MAN BASILIKUM AN an?

Ein oder zwei Blätter zwischen den Fingern zerreiben, bis der Saft austritt. Das zerriebene Blatt direkt auf die Einstichstelle legen, dabei leicht andrücken.
Alternativ kann man auch einen Basilikumsud herstellen. Dafür circa 100 ml Wasser aufkochen, 12 bis 15 Basilikumblätter in das kochende Wasser geben. Den Topf vom Herd nehmen und circa 10 Minuten ziehen lassen.
Wenn der Sud Raumtemperatur hat, im Kühlschrank kühl halten. Ein Stofftaschentuch oder eine Kompresse in den Sud tauchen und die getränkte Stelle auf den Stich legen.
Zur kühlenden Unterstützung kann man in das Tuch auch einen Eiswürfel einwickeln.
Sollte sich der Stich entzünden, keinen Pflanzensaft  auf die Haut geben. Im Zweifelsfall lieber zum Arzt.

WAS MUSS MAN BEACHTEN?

Es gibt auch Basilikumöl gegen Insektenstiche. Dieses ist aber – wie alle ätherischen Öle –sehr hoch konzentriert und daher für Kinder unter 3 Jahren strikt verboten. Besonders im Gesicht, im Mund- und Rachenraum sowie im Brustbereich ist besondere Vorsicht geboten. Der enthaltene Kampfer kann zu lebensbedrohlichen Verkrampfungen des Kehlkopfs oder im schlimmsten Fall sogar zu Atemstillstand führen.

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