Kamille ist eine alte Heilpflanze, die ursprünglich aus Südeuropa und Vorderasien kommt. Man kann aus den Blüten Tee oder Tinkturen zubereiten oder ihr ätherisches Öl verwenden, um innerlich wie äußerlich die heilenden Eigenschaften zu nutzen. Wenig bekannt ist jedoch die Heilkraft eines Kamillensäckchens, das sich besonders gut für kleine Kinder eignet.
WIE WIRKT ES?
Kamille wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und wundheilend sowie krampflösend. Außerdem regt sie den Hautstoffwechsel an. Die Hauptwirkstoffe sind Bisabolol, Matricin und Chamazulen. Was viele nicht wissen: Kamille entfaltet auch eine wunderbar beruhigende Wirkung, die wir vor allem dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen in den Blüten verdanken. Deshalb ist ein Kamillesäckchen auch eine gute Hilfe, wenn Kinder bei Zahnungsschmerzen unruhig sind und schlecht schlafen.
WIE WIRD ES GEMACHT?
Man braucht eine Handvoll trockene Kamillenblüten (Apotheke) und ein gut verschließbares Baumwollsäckchen. Da hinein kommen die Blüten, dann wird es verschlossen – am besten zugenäht – und zwischen zwei Wärmflaschen oder auf dem Heizkörper angewärmt. Wenn es dann aufgelegt wird, bleibt es etwa 30 Minuten an Ort und Stelle. Solch ein Säckchen ist etwa fünfmal nutzbar. Die Wirkung endet erst, wenn es aufhört zu duften.
WAS MUSS MAN BEACHTEN?
Es kann bei Kamille zu allergischen Reaktionen kommen. Nach derzeitigem Wissensstand sind diese jedoch nicht auf die echte Kamille, sondern auf Verunreinigungen von Hundskamille (Anthemis cotula) zurückzuführen. Das Allergen Anthecotulid kommt in der echten Kamille praktisch nicht vor. Produkte aus der Apotheke sind frei von solchen Beimischungen.
WOBEI HILFT ES?
Ein Kamillensäckchen kommt bei leichten Ohrenschmerzen, unterstützend bei einer Mittelohrentzündung, bei Zahnungsschmerzen und Bauchweh zum Einsatz sowie zur allgemeinen Beruhigung. Das Kamillensäckchen wirkt bei Kindern auch sehr gut bei Nasennebenhöhlenentzündungen. Dafür wird das angewärmte Säckchen auf die Stirn gelegt und mit einem Stirnband fixiert.
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