
"Voll ungerecht!"
Wie teilt man gerecht? Ist es wirklich fair, wenn alle genau das Gleiche bekommen? Was auf den ersten Blick nach einer klaren Sache aussieht, kann in Wahrheit ziemlich kompliziert sein. […]
Staub ist doch wirklich ein Phänomen: Er scheint wie von selbst zu entstehen. Man verlässt eine tadellos geputzte Wohnung und fährt in die Ferien – und kommt man wenige Wochen später wieder, liegt schon wieder eine feine Staubschicht auf allem.
Wie kommt das, wo genau kommt der Staub her? Silke Schlichtmann ist seit Kindheitstagen begeisterte Amateur-Staubforscherin und geht der Sache als Autorin auf den Grund.
Für sie jedenfalls ist eine Staubdecke schön und geheimnisvoll, nicht bloß Schmutz, den man entfernen muss. Denn, das muss man sich mal vorstellen – ohne Staub gäbe es vieles nicht. Zum Beispiel auch keinen Regen oder Schnee.
Was also ist das eigentlich, Staub? Wissenschaftlich formuliert lautet die Antwort „Staub ist eine Mischung aus Luft (oder generell Gasen) und winzigen Teilchen. Der Begriff Staub kommt dabei von dem Wort stieben, was heute kaum noch jemand sagt; stieben bedeutet so viel wie sich ungeordnet in alle Richtungen bewegen. Und genau das macht Staub. Er schwebt und fliegt, mal hierhin, mal dahin. Außerdem zeichnet sich Staub dadurch aus, dass er sehr gut haften bleibt. Staub ist also das, was schwebt und klebt.“ Auch warum das so ist, dass Staubpartikel so gut schweben – bis ins All! – und ebenso gut aneinanderhaften, und was das mit dem Verhältnis ihrer Oberfläche zu ihrer Masse zu tun hat, wird dann auch gleich noch anschaulich und leicht verständlich erläutert und bebildert.
Es gibt Grobstaub und Feinstaub und ganz persönlichen Staub. Jeder ist eingehüllt in eine ganz eigene Staubwolke aus Haaren, Hautschuppen, Fasern der Kleidung und noch einigem mehr. Selbst wenn man ganz still sitzt, vielleicht sogar in einem Schutzanzug im fast staubfreien Reinraum, erzeugt man pro Minute rund 10.000 Staubteilchen. Und mit jeder Bewegung sind es dann gleich mehrere Millionen pro Minute.
Im Meer ist Staub (meist Wüstenstaub, nährstoffreich und sogar gut fürs Klima!), und die Ozeane produzieren ihrerseits Meeresstaub.
Und was hat der Staub jetzt mit dem Regen zu tun? Damit der Wasserdampf, der aus den Flüssen und den Meeren aufsteigt, wieder zu Regentropfen kondensieren kann, braucht er eine Oberfläche. Und Staub bietet diese Oberfläche. Und so befindet sich im Innern jedes Regentropfens und jeder Schneeflocke ein Staubkorn. Und wie viele Arten von Staub es gibt! Da kommt man gar nicht sofort drauf: Saharastaub, Mehlstaub, Blütenstaub – um nur ein paar herauszupicken. Und zu jeder Sorte lässt sich Spannendes erzählen. Dass Mehlstaub explodieren kann und Mühlen deshalb früher draußen vor der Stadt standen, zum Beispiel.
Und das alles ist ungeheuer packend und unterhaltsam, auch weil es so humorvoll erzählt wird, mit viel lakonischem Witz. Wissenschaftlich, aber ohne biederen Ernst. Nicht zuletzt, weil die begleitenden Zeichnungen so charmant sind, dass sie selbst nüchternen Fakten jegliche Strenge nehmen.
Einfach süß, so ein Staubkorn mit all seinen Kumpeln und ihren mannigfaltigen Superkräften!
Silke Schlichtmann (Autorin), Maja Bohn (Illustratorin)
Staub: Das erste Sachbilderbuch zum Thema Staub
Verlag: Tulipan
Alter: ab 6
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