Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen KI-Anwendungen, auch um negative Gefühle loszuwerden. Das zeigt die DAK-Mediensuchtstudie, eine neue repräsentative Längsschnittstudie, die gemeinsam von der Krankenkasse DAK-Gesundheit und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde.
Besonders beunruhigendes Ergebnis: Jeder Zehnte vertraut sich lieber KI-Chatbots an als Freunden, um sich damit von negativen Gefühlen abzulenken, Einsamkeit zu lindern oder vertrauliche Dinge zu besprechen. Unter den jungen Menschen, die bereits eine depressive Symptomatik aufweisen, ist der Anteil noch deutlich größer. Ein Drittel gab in der Studie an, einem Chatbot Dinge zu erzählen, die sie sonst niemandem oder nur engen Freundinnen und Freunden anvertrauen würden. Ebenso viele Jugendliche sind der Meinung, dass ein Chatbot sie besser verstehen würde als ein echter Mensch.
Weiteres Ergebnis der Studie: Immer mehr Heranwachsende haben einen riskanten Medienkonsum. Hochgerechnet gelten deutschlandweit etwa 350.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren als süchtig beziehungsweise abhängig. Ihr Anteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent.
Ein Fazit der Studie: Angesichts der neuen Qualität digitaler Medien ist der Erwerb von Medienkompetenz in der Schule wichtiger denn je.
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