Majoranbutter: Schnupfen? Schmieren!

Von Gudrun Strigin
Frischer Majoran auf Holzschaufel


Die nächste Erkältungswelle kommt so gewiss wie die kältere Jahreszeit. Wer im eigenen Kräuterbeet Majoran anbaut, kann die frisch geernteten Blätter nutzen, um daraus eine Salbe gegen Schnupfen herzustellen. Man kann aber auch die getrockneten Blätter verwenden, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt.

WIE MAJORAN WIRKT

Die heilsamen Inhaltsstoffe des Majorans stecken in den Blättern. Wirksam sind die ätherischen Öle Carvacrol und Thymol, Flavonoide sowie Glykoside, aber auch Gerb- und Bitterstoffe. In der Naturheilkunde findet Majoran unter anderem bei Verdauungsbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege Anwendung. Da diese Heilpflanze auch antiseptische und wundheilende Eigenschaften besitzt, wird sie zudem zur Heilung von kleinen Wunden eingesetzt. Gerade bei Schnupfen wird die empfindliche Haut zwischen Nase und Mund arg strapaziert. Hier kann Majoranbutter gute Dienste leisten.

SO WIRD’S GEMACHT

Für die Variante mit frischem Majoran benötigt man eine Handvoll Blättchen und Blüten vom oberen Drittel der Stängel auf 100 Gramm Butter. Vom getrockneten Majoran benötigt man etwa die halbe Menge (die man leicht anmörsert). Die Butter wird im Wasserbad erwärmt, die Majoranblätter werden hinzugegeben. Die Butter darf nicht sieden, damit die ätherischen Öle nicht zerstört werden. Diese Mischung einige Minuten gut rühren. Anschließend wird sie durch ein Teesieb in ein Glas abgeseiht. Im Kühlschrank hält sich die Majoranbutter mehrere Monate.
Man kann anstatt der Butter auch Kokos- oder Olivenöl verwenden.
Die Salbe bei Bedarf bis zu fünf Mal täglich zwischen Oberlippe und Nase auftragen. Sie schützt übrigens nicht nur vor wunder Haut, sondern erleichtert zusätzlich das Atmen.

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