Der heiße Nackenguss bei Kopfschmerzen

Von Claudia Hempel
Chronische Erschöpfung-Syndrom

Es gibt über zweihundert Arten von Kopfschmerzen, auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend davon betroffen. Es sind Migräne oder Spannungskopfschmerz, die fast jedem zweiten Mädchen und etwa jedem dritten Jungen häufig zu schaffen machen. Erleichterung kann die Anwendung des heißen Nackengusses bringen.

HEILSAME WASSERANWENDUNG NACH KNEIPP

Der heiße Nackenguss wirkt reflektorisch auf den Körper und stimuliert die äußeren Thermorezeptoren, also die Sinneszellen, die der Wärmewahrnehmung dienen.
Werden diese Wärmereize regelmäßig angewandt, passt sich der Körper diesem Effekt an und reagiert mit einer verminderten Adrenalinausschüttung. Gleichzeitig bewirkt ein regelmäßiger Guss ein Gefäßtraining.

WIE WIRKT DER HEIßE NACKENGUSS?

Das heiße Wasser regt die Durchblutung im Kopfbereich an. Das wirkt entspannend auf die Muskulatur im Bereich der Halswirbelsäule und Schultern. Außerdem wirkt die Wärme einer krampfartigen Engstellung der Blutgefäße entgegen.

WIE WENDET MAN IHN AN?

Idealerweise wird dieser Guss zu zweit durchgeführt. Das Kind beugt sich mit freiem Oberkörper über den Badewannenrand und lässt den Kopf locker nach unten hängen. Eine zweite Person führt den Duschschlauch über den Körper.
Beginnen sollte man mit circa 30 Grad warmem Wasser. Der Wasserstrahl wird nun über die obere Brustwirbelsäule und den Nacken geführt.
Innerhalb von 10 Minuten sollte die Temperatur langsam erhöht werden – jedoch nicht höher als 43 Grad.
Wenn sich der obere Nackenbereich zu röten beginnt, sollte die Anwendung beendet werden.

WAS MUSS MAN BEACHTEN?

Nach dem Nackenguss ist eine Ruhephase wichtig. Dafür den Anwendungsbereich mit einem warmen Tuch bedecken und sich ein paar Minuten hinlegen.
Der heiße Nackenguss ist für Spannungskopfschmerzen geeignet. Handelt es sich um pochende Schmerzen, wie zum Beispiel bei Migräne, hilft eher kaltes Wasser.

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