ADHS: Neudiagnosen bei Kindern steigen um 16 Prozent

Von NEWS

Immer mehr Kinder und Jugendliche erhalten in Deutschland eine ADHS-Neudiagnose. Bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) handelt es sich um eine multifaktoriell bedingte Erkrankung, bei der sowohl die Genetik als auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Im Vergleich zu 2023 gab es 2024 einen Anstieg um 16 Prozent. Das entspricht bundesweit rund 202.000 jungen Menschen, so das Ergebnis des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit. Der Anstieg betrifft alle Altersgruppen, fällt aber bei Schulkindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren mit einem Zuwachs von 22 Prozent besonders deutlich aus. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: Jungen bekommen etwa doppelt so häufig eine Erstdiagnose wie Mädchen. Gleichzeitig steigen die Neudiagnosen bei Mädchen mit einem Zuwachs von 21 Prozent stärker an als bei Jungen mit 14 Prozent.

DAK Grafik ADHS
Quelle: Untersucht wurden die Abrechnungsdaten von rund 800.000 Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind. Analysiert wurden rund 42 Millionen Versorgungskontakte im Zeitfenster von 2019 bis 2024. Die stärksten Anstiege der ADHS-Neuerkrankungen zeigten sich in den Jahren 2023 und 2024.

Ähnliche Beiträge, die Sie auch interessieren könnten