Glycerin im Eis – Slushys können gefährlich werden

Von NEWS
Bunte Gläser Slush Sommerdrink in einer Reihe

Sie bieten alles, was ein Kinderherz höherschlagen lässt: Sie sind süß – sehr süß sogar – sie sind knallbunt und wunderbar kalt. Gerade in der Sommerzeit eine beliebte, eiskalte, süffige Nascherei. Und genau in der Süffigkeit lauert die Gefahr. Erreicht wird diese halbgefrorene Konsistenz durch den Zusatz von Glycerin. Das ist aber kein harmloser Zusatzstoff, sondern hat in höheren Konzentrationen (wie sie auch in diesen Slushys vorkommen) pharmakologische Wirkungen. In der Medizin wird Glycerin gezielt eingesetzt, um beispielsweise überschüssiges Wasser aus Geweben in die Blutbahn zu leiten.
Wenn bei Kindern plötzlich Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit oder Schwindel auftreten, sollte man als Eltern beziehungsweise Arzt auch nach dem Konsum von Slush-Ice-Getränken fragen. Schon kurze Zeit nach dem Verzehr können die Beschwerden auftreten und sind eben keine klassische Lebensmittelvergiftung, sondern auf die Wirkung hoher Glycerinmengen zurückzuführen.
Besonders bei jüngeren Kindern kann bereits eine vergleichsweise geringe Trinkmenge von 200 ml ausreichen, um kritische Dosen zu erreichen.
Gesundheitsbehörden empfehlen deshalb: Kinder unter vier Jahren sollten kein Slush-Ice mit Glycerin konsumieren. Kinder unter zehn Jahren sollten nicht mehr als ein Slush-Ice pro Tag trinken.

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