Kuschelige Geistergeschichten – eher lustig als gruselig
Von Ingrid Exo
Gerade lange dunkle Winterabende sind wie gemacht für „Spökenkiekereien“, wie man in Norddeutschland sagt: sich Geschichten darüber zu erzählen, welch ungesehene Gäste und Geisterwesen sich vielleicht in dunklen Ecken verstecken. Und welches Leben sie da so führen. Gerade Kinder sind empfänglich für unsichtbare Freunde, erst recht, wenn es sich um Tiere handelt.
Zum Beispiel die Geschichte von Mira. Mira ist mit ihren Eltern gerade von der Stadt aufs Land gezogen. Was Mira gar nicht gefällt. Es ist nichts los und ihre Freundin Rosie weit weg. Bald schon ist aber mehr los, als alle gedacht hätten. Für Miras Eltern gab es einen guten Grund, die Stadt zu verlassen. Miras Oma hatte dort nämlich eine Pension für Geister betrieben. Als darüber ein Artikel in der „Flotten Morgenpost“ erschien, gab das einen großen Skandal, vor allem, weil Miras Papa selbst Journalist bei dieser Zeitung war – und nun eine neue Stelle brauchte.
Entsprechend groß ist der Schreck, als sich herausstellt, dass einer der Geister mit umgezogen ist. Allerdings: Sehen können ihn (und Geister allgemein) nur Mira, ihre Oma und Miras Baby-Bruder Max. Bald gesellt sich noch ein dreibeiniger Geisterhund aus der nahegelegenen Burg Hungerhorst zu ihnen. Und dann wird es richtig turbulent, denn auf der Burg soll eine Putenzucht einziehen. Das muss verhindert werden, die Burg gehört doch allen! Mit dem Segen des Amtes für Geistererscheinungen und vereinter Geisterkraft gelingt das zum Glück auch.
Doch es geht nicht nur um Geister, Spuk und magische Buchstabensuppe, sondern auch um alte und neue Freundschaften und Zusammenhalt. Und das wird sehr witzig und warmherzig erzählt.
Wer dann gerade erst auf den Geschmack gekommen ist und sich noch mehr Abenteuer mit Geisterhunden wünscht, dem kann geholfen werden. Denn es gibt noch die Geschichte von Pelle von Pimpernell, seiner Freundin Winnie und von den Abenteuern, die er gemeinsam mit den anderen Geistertieren von Schloss Sternenblick besteht. Und zwar in drei Bänden.
Bettina Obrecht Mira und der Geisterhund Illustrationen: Sybille Hein Verlag: Oetinger (2005) 160 Seiten 8 bis 10 Jahre
Claire Barker Pelle von Pimpernell Illustrationen: Ross Collins Verlag: Kosmos (2016-2017) drei Bände, jeweils 256 Seiten 9 bis 12 Jahre
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