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Ohne Wasser kein Leben

Ein Blick auf die Weltkarte macht es deutlich: Etwa zwei Drittel der Erde sind mit Wasser bedeckt. Den größten Anteil daran haben die Meere. Wasser, das wir nicht trinken können, weil es stark salzhaltig ist. Süßwasservorräte sind weitaus seltener und betragen lediglich drei Prozent des gesamten Wasserangebotes auf der Welt. Ein Grund mehr, mit diesem lebenswichtigen Gut sorgsam umzugehen. Denn ohne Wasser vertrocknen nicht nur die Pflanzen, auch Tiere und Menschen sind ohne Wasser nicht lebensfähig und würden regelrecht austrocknen.

WISSENSWERT

Auch wir Menschen bestehen etwa zu zwei Dritteln aus Flüssigkeit. Man unterscheidet drei Formen: Zelluläre Flüssigkeit, in der die wichtigsten Zellbestandteile zirkulieren. Extrazelluläres Wasser wie unser Blut, das in einem Kreislauf durch die Adern fließt. Und sogenannte transzelluläre Flüssigkeit; das sind die verschiedenen Säfte der Verdauungsorgane (wie der Galle), das Augenkammerwasser oder der Liquor – die Flüssigkeit, die im Rückenmark und im Gehirn vorkommt.

Wasser ist aus den Zellen unseres Körpers also gar nicht wegzudenken! Wenn es da zum Engpass kommt, geht es an die Substanz. Schon ein Verlust von 5 bis 10 Prozent des Körperwassers verursacht massive Beschwerden wie Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, rote Augen, trockene Schleimhäute (und damit erhöhte Anfälligkeit für Infekte), im Extrem sogar Nierenversagen. Anhaltender Flüssigkeitsmangel führt zum Tod. Er tritt ein, wenn der Körper mehr als 15 bis 20 Prozent seiner Flüssigkeit verliert. In der Regel stirbt ein Mensch nach maximal vier Tagen ohne Flüssigkeit. Wir können viel länger ohne Nahrung als ohne Wasser überleben.

KURIOS

In einem Dorf in der chilenischen Atacamawüste, das in der Nähe der Küste liegt, wird Nebelwasser für die Menschen nutzbar gemacht. Wie das geht? Morgens trifft das kalte Wasser des Humboldt-Stroms auf die warme Wüstenluft des Festlandes. Dadurch entstehen Nebel. Die Feuchtigkeit darin wird in Netzen abgefangen. Streifen die Nebel durch die Maschen, kondensiert das Wasser und bildet Tropfen. Diese werden in Rinnen aufgefangen und in ein Becken geleitet. Mit den rund 72 Netzen können täglich 12.000 Liter Wasser gesammelt werden. Für jeden Dorfbewohner kommen so an die 30 Liter Trinkwasser zusammen. Zum Vergleich:

STATISTISCH

Tag für Tag verbraucht jeder von uns durchschnittlich 127 Liter Trinkwasser: 46 Liter fürs Duschen und Baden. 34 Liter für die Toilettenspülung. 12,7 Liter fürs Wäschewaschen, 7,6 Liter zum Geschirrspülen. Zum Kochen und Trinken gehen 5 Liter drauf. Die restlichen 22 Liter verteilen sich auf verschiedene andere Dinge wie etwa die Bewässerung des Gartens.

von Gudrun Strigin

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