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Kinder brauchen Kinder

Einer für alle, alle für einen - helfen, wenn Kleinere Hilfe brauchen, trösten, wenn jemand weint oder für einen anderen einzustehen.

Das klingt erst einmal logisch. Aber warum eigentlich? Na klar, zum Spielen. Stimmt.

Doch was passiert beim Spielen in der kindlichen Gemeinschaft? Sie ist ein ideales Übungsfeld für das Erproben von Sozialverhalten. Was Erwachsene an Richtlinien vorleben oder auch vorgeben, üben die Kinder im Spiel. Experten sprechen auch von der Entwicklung des sozialen Gehirns. Im Spiel wird verhandelt, da versucht man seine Ideen durchzusetzen und muss lernen nachzugeben. Kinder haben eine unglaubliche Gabe, erbittert um eine Sache zu streiten und sich schnell wieder zu versöhnen. Vor allem ohne nachtragend zu sein. Eine Fähigkeit, die vielen Erwachsenen abhanden gekommen ist. Kinder brauchen Kinder, um soziale Fähigkeiten auch altersgemäß anwenden zu können: helfen, wenn Kleinere Hilfe brauchen, trösten, wenn jemand weint oder für einen anderen einzustehen.

Kinder brauchen Kinder, um voneinander zu lernen. Es ist enorm, mit welcher Aufmerksamkeit sich Kleinere Fertigkeiten von Größeren abschauen und nachahmen. Kinder brauchen Kinder, um Anerkennung und Bestätigung in einer Gemeinschaft zu finden, die mit Kinderneugier Menschen, Dinge und die Natur entdeckt.

Und Kinder sollten nicht immer unter der Beobachtung Erwachsener sein. Sie haben ein Recht darauf, nicht ständig bewertet und reglementiert zu werden. Sie müssen und dürfen Dummheiten und Fehler machen.

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