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In den Zeitungen war zuletzt von „Kreidezähnen“ bei Kindern zu lesen, die immer häufiger werden. Mein 9-jähriger Sohn klagt über Empfindlichkeiten und Verfärbungen an den Zähnen. Muss ich mir Sorgen  machen?

Zu lesen war vor allem von einer Erkrankung namens Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. Bei dieser Erkrankung ist zu wenig Zahnschmelz vorhanden, der unsere Zähne normalerweise schützt und ihnen Festigkeit gibt. Die betroffenen Zähne erscheinen daher oft weißlich oder bräunlich verfärbt. Gleichzeitig reagieren sie sensibel auf äußere Reize.

In einigen Fällen sind die Zähne weicher als normal, weshalb man umgangssprachlich von "Kreidezähnen“ spricht. Milchzähne sind seltener betroffen als die bleibenden. Warum diese Erkrankung auftritt, wird derzeit noch erforscht. Im Verdacht stehen Weichmacher aus Kunststoffen oder andere Einflüsse während der Schwangerschaft der Mutter oder im Kleinkindalter. Weil die genaue Ursache aber noch unklar ist, gibt es auch keine richtige Vermeidungsstrategie.

Ob bei Ihrem Sohn eine solche Erkrankung vorliegt, kann Ihr Hauszahnarzt am besten beurteilen. Er kann die Zähne versiegeln, sie sind dann weniger empfindlich.

Tipp: Egal, ob "Kreidezähne" auftreten oder nicht, fluoridhaltige (Kinder-)Zahnpasta stärkt den Zahnschmelz und hilft, Empfindlichkeiten vorzubeugen. Deshalb sollte sie ab dem ersten Zahn verwendet werden.

Dr. Thomas Breyer


Schluck um Schluck - Der stete Angriff auf die Zähne

Unser Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper und schützt den Zahn vor Reizen und Schädigungen.

Er ist beständig Zucker und Säuren ausgesetzt, die in unserer Nahrung vorkommen. Das ist normal und der Zahnschmelz hält dem stand. Unser Speichel hilft zusätzlich und bildet eine Art natürlichen Säureausgleich. Doch je mehr und je häufiger zucker- und säurehaltige Nahrung auf die Zähne trifft, desto stärker wird der Zahnschmelz angegriffen. Der natürliche Säureausgleich funktioniert dann nicht mehr so gut. Besonders das stetige Nippen an Mischgetränken oder Cocktails über einen längeren Zeitraum schadet den Zähnen. Sie beginnen, empfindlich zu werden. Man spürt ein Ziehen bei heißen oder kalten Reizen.


Mein Sohn ist 16 Monate alt. Er liebt seinen Schnuller und ist kaum davon loszukriegen. Ich habe von einer Freundin gehört, Schnuller seien schädlich für die Zähne. Stimmt das?

Kinder reagieren oft positiv auf Schnuller. Der Saugreflex ist angeboren und das Nuckeln wirkt beruhigend und tröstend. Es dient als Einschlafhilfe oder beruhigt das Kind beim Zahnen und anderen Stresssituationen. Neben dem Schnuller nutzen Kinder oft auch den Daumen oder Stofftiere zum Nuckeln.

Aber dauerhaftes Nuckeln übt Druck auf den Mundraum aus. Fehlstellungen der Zähne und Kiefer sind eine häufige Folge. Oft sind die vorderen Schneidezähne betroffen. Wegen der Zahnfehlstellungen können Kinder häufig nicht mehr richtig zubeißen. Die schiefen Zähne fallen nicht nur optisch auf, man kann sie auch hören: Kinder lispeln und atmen häufiger durch den Mund. Die Mundatmung erhöht das Risiko für Karies und für Erkältungskrankheiten. Meist bilden sich Zahnfehlstellungen zurück, wenn die Kinder vom Schnuller entwöhnt sind.

Deshalb empfehlen Zahnärzte, Kindern das Nuckeln möglichst früh abzugewöhnen. Dabei sollten Eltern aber Verständnis zeigen und Radikalmethoden vermeiden. Der geeignete Zeitpunkt kann jedoch je nach Kind sehr unterschiedlich sein. Ab dem Alter von 2 bis 3 Jahren sollte es mit dem Nuckeln aber spätestens vorbei sein. Die meisten Kinder verlieren in dieser Zeit ohnehin das Saugbedürfnis. Im Handel sind besonders geformte Schnuller erhältlich, die Zahnfehlstellungen und ihre Folgen verringern. Trotzdem sollten Sie mit dem Kind ab dem ersten Zahn zum Zahnarzt gehen. Er entdeckt mögliche Probleme frühzeitig.

Tipp: Probieren Sie es mit einem Loch im Schnuller. Es verändert das Gefühl beim Lutschen. Viele Kinder verlieren dann die Lust am Nuckeln. Viele weitere Möglichkeiten zur Schnullerentwöhnung finden Sie im Internet.


Ich habe einen Sohn von drei Monaten und zwei Töchter von 3 und 8 Jahren. Wie häufig sollte ich mit den Kindern zum Zahnarzt und was geschieht bei der zahnärztlichen Prophylaxe?

Kinder und Erwachsene sollten

grundsätzlich zweimal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle kommen. Falls sich eine Karies entwickelt, kann der Zahnarzt dann noch rechtzeitig eingreifen.
Ab dem 30. Lebensmonat beginnt das Frühuntersuchungsprogramm. Bei der zahnärztlichen Untersuchung schätzt der Zahnarzt das Kariesrisiko des Kindes ein und berät die Eltern zu zahngesunder Ernährung, Zahnputztechnik und zur geeigneten Zahnpasta. Das ist für Eltern und Kinder ein guter Zeitpunkt, um alle Fragen zu stellen, die ihnen auf dem Herzen liegen.
Durch die Besuche im jungen Alter gewöhnt sich das Kind an die Situation beim Zahnarzt. Ab 6 Jahren nehmen Kinder dann bis zum Ende des 17. Lebensjahrs am Programm zur Individualprophylaxe teil. Dazu gehören eine Reihe von vorbeugenden Behandlungen, die die Zähne lange gesund erhalten und vor Karies und Zahnfleischerkrankungen schützen sollen, beispielsweise das Auftragen eines „Schutzlacks“ auf die Zahnoberflächen: Sobald die ersten bleibenden Backenzähne vollständig sichtbar sind, erfolgt die Versiegelung der Grübchen auf der Kaufläche, in denen sich häufig Karies bildet.

Tipp: Ab dem ersten Zahn können Sie mit Ihrem Kind zum Zahnarzt gehen, auch vor dem 30. Lebensmonat. Gleichzeitig sollten Sie dann auch mit der Mundpflege zu Hause beginnen.


Wir sind junge Eltern mit einem 6 Monate alten Kind. Unser gelbes Kinderuntersuchungsheft sieht ab der U5 einen Verweis zum Zahnarzt vor. Kann man so früh schon mit dem Kind zum Zahnarzt gehen?

Zwar haben Kinder im Durchschnitt so gute Zähne wie noch nie, in den letzten Jahren stieg jedoch die Zahl der Kariesfälle bei Kindern unter drei Jahren an. Das ist einer der Gründe, warum das gelbe Heft ab der U5 (6.-7. Lebensmonat) sechs ankreuzbare Verweise zum Zahnarzt enthält. Kleinkinder bekommen die ersten Zähne meist mit 6-12 Monaten. Ab diesem Zeitpunkt sollten Eltern die Pflege übernehmen. Dazu gehören sowohl das Putzen als auch regelmäßige Besuche beim Zahnarzt.

Sie können mit einem Kleinkind beruhigt zur zahnärztlichen Kontrolle gehen. In diesem Alter wird ganz zwanglos in den Mund geschaut, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Das dauert nur einen Augenblick. Nebenbei können Sie Ihre Fragen stellen. Ein weiterer Vorteil: Ihr Kind gewöhnt sich an den Zahnarztbesuch. So werden spätere Besuche einfacher. Man sollte nicht erst zum Zahnarzt, wenn es schmerzt. Ab dem 30. Lebensmonat greift für gesetzlich Versicherte das Frühuntersuchungsprogramm.

Zur Zahnpflege für Kleinkinder gibt es spezielle Bürsten oder Fingerlinge. Ein kleiner Lappen, mit dem Sie über die Zähne wischen, genügt anfangs. Wenn mehrere Zähne zu sehen sind, können Sie eine Kinderzahnbürste mit kleinem Kopf und einer reiskorngroßen Menge Zahnpasta verwenden.

Tipp: Verbinden Sie den Zahnarztbesuch mit Ihrer eigenen Kontrolluntersuchung. Das spart nicht nur Zeit. Kinder lernen so, dass es ganz normal ist, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen. Kleinkinder können Sie anfangs auf den Schoß nehmen, das beruhigt zusätzlich.


Friedrich R., 9 Jahre aus Chemnitz: Hallo, Herr Doktor, ich bin in der dritten Klasse in Chemnitz. Ich wurde schon öfter geimpft. Gibt es auch eine Impfung gegen Löcher im Zahn?

Lieber Friedrich,
eine Medizin gegen Löcher in den Zähnen wäre toll. Diese Löcher nennen wir Karies. Tatsächlich haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt immer wieder versucht, ein Mittel gegen Karies zu finden. Bei der Suche gaben sich die Forscher große Mühe. Sie konnten bisher keine wirksame Medizin finden. Die gute Nachricht ist aber: Zähne brauchen gar keine Impfung, wenn wir sie regelmäßig und gründlich pflegen. Karies entsteht, wenn nicht jeder Zahn ordentlich sauber geputzt wird. Dafür ist es wichtig, alle drei Flächen der Zähne zu putzen: Kaufläche, Außenfläche und Innenfläche. Deshalb nennt man diese Putztechnik KAI. Wenn du immer alles sauber putzt, bekommst du auch keine Karies. Vergisst du aber öfter einige Stellen, bilden sich dort Zahnbeläge. Sie werden langsam fester, bis du sie nicht mehr wegputzen kannst. An diesen Stellen entstehen im Laufe der Zeit kleine Löcher, die langsam größer werden. Dein Zahnarzt oder deine Zahnärztin kann feste Beläge wegputzen und Karieslöcher schon früh erkennen. Die Löcher werden verschlossen. Das nennt man dann eine Füllung. Je früher die Karies erkannt wird, desto kleiner die Füllung. Deshalb sollte man zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen. Frag doch einfach beim nächsten Zahnarztbesuch mal nach, ob du gut geputzt hast.


Meine Tochter (14) möchte unbedingt ein Piercing durch die Zunge. Hat ein solcher Schmuck eigentlich Nebenwirkungen für die Zähne?

Immer öfter sehen wir in den Zahnarztpraxen Jugendliche mit Piercings im Gesichtsbereich. Dabei werden besonders häufig Zunge, Lippen und Lippenbändchen durchstochen. Unabhängig von zahnärztlichen Aspekten sollten Sie vor dem Einsetzen prüfen, ob bei Ihrer Tochter eine Allergie auf das Material des Piercings besteht. Die hygienischen Bedingungen im Piercing-Studio sollten ebenfalls in Ordnung sein. Nach dem Eingriff kommt es im Bereich der Piercing-Stelle oftmals zu Entzündungen.

Piercings sind permanente Fremdkörper im Mund und können Nebenwirkungen haben. Wichtig ist, dass das Piercing nicht die reguläre Mundpflege beeinträchtigt. Es sollte nicht die Zähne verdecken oder Druck auf Zähne oder Mundschleimhaut ausüben.

Dauerhafter Druck auf die Mundschleimhaut kann zu Entzündungen und Zahnfleischrückgang führen. Auch kann das Piercing gegen die Zähne schlagen und den Zahnschmelz schädigen. Empfindlichkeiten sind die Folge. Kieferorthopädische Behandlungen und Piercings sind ebenfalls keine gute Kombination. Einige Patienten haben die Angewohnheit, mit dem Piercing im Mund zu spielen. Dies verstärkt die Gefahr von Entzündungen oder Schäden am Zahnschmelz.

Tipp: Die gepiercte Stelle sollte bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen mit kontrolliert werden. So kann rechtzeitig auf Veränderungen oder Schädigungen an Schleimhaut und Zahnschmelz reagiert werden. Wenn Schädigungen eintreten, wird der Zahnarzt empfehlen, das Piercing zu entfernen.


Mein Baby hat kürzlich den ersten Zahn bekommen. Können wir jetzt schon eine Zahnbürste verwenden? Welche Bürsten sind für Kleinkinder geeignet?

Beginnt die Mundpflege früh, gewöhnen sich die Kinder schnell an die regelmäßige Reinigung. So gibt es weniger Stress im Badezimmer. Schon bevor sich die ersten Zähne zeigen, können Sie den Mundraum mit einem feuchten Läppchen abwischen. Grundsätzlich gilt: Wenn Zähne zu sehen sind, können auch Bakterien an ihnen haften. Wie bei den Erwachsenen sollten auch die Zähne von Kleinkindern regelmäßig gereinigt werden. Wir empfehlen zweimal täglich. Die Zahnbürste sollte dabei an den kindlichen Mund angepasst sein. Sie sollte ein kleines Borstenfeld und weiche Borsten haben. So wird das empfindliche Zahnfleisch nicht verletzt. Häufig finden Sie im Handel spezielle Baby-Zahnbürsten. Anfangs ist Zahnpasta nicht so wichtig. Dosieren Sie sparsam. Ihr Zahnarzt berät Sie gern zur Wahl der geeigneten Zahnpasta. Im Kleinkindalter sollten Sie allein die Zähne des Kindes putzen, später müssen die Eltern nur noch mitputzen. Kleinkinder haben noch nicht die motorischen Fähigkeitenzur eigenständigen Mundpflege. Ist Ihr Kind älter, können Sie zuerst Ihr Kind putzen lassen und danach noch einmal nachputzen.

Tipp: Ab dem Alter zwischen fünf und sieben Jahren können Kinder die Zähne eigenständig putzen. Ein gutes Zeichen für die "Reife" zum Selberputzen ist die Fähigkeit, Schnürsenkel zu binden.


Unser Enkel kommt dieses Jahr in die Schule, wir freuen uns schon sehr. Da die Milchzähne ja sowieso gerade ausfallen, kann doch Süßes in der Zuckertüte auch keinen Schaden mehr anrichten, oder?

Die Zahnlücke zum Schulanfang nehmen die meisten Eltern und Großeltern als Beginn des Zahnwechsels wahr. Doch die ersten bleibenden Backenzähne sind oft schon vor dem sechsten Lebensjahr durchge-brochen, ohne dass die Kinder oder Eltern dies bemerkt haben. Mit diesen ersten bleibenden Backenzähnen hat es etwas Besonderes auf sich. Alle bleibenden Zähne haben nach dem Durchbruch zunächst eine Außenschicht, die noch nicht fertig ausgehärtet ist. Zucker, Säure und Bakterien können in dem noch weichen Schmelzmantel einen regelrechten Lochfraß anrichten und das darunter liegende Zahnhart-gewebe (Dentin) zerstören - Karies. Deshalb muss in diesem Altersabschnitt besonders auf den Zucker- und Säurekonsum geachtet werden. Natürlich gehört Naschen zum Leben und Süßes in die Zuckertüte. Aber Kinder müssen das Dosieren von "Süßkram" lernen. Eine gute Gelegenheit, den Schulvormittag zuckerfrei zu halten, sind frisches Obst und Gemüse in der Frühstücksbox. Beides vereint sozusagen Essen und Trinken und sorgt mit der Vitaminzufuhr für anhaltende Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen beim Lernen.

Tipp: Wenn es nach dem Mittagessen in der Schule keine Möglichkeit gibt, sich die Zähne zu putzen, hilft ein Zahnpflegekaugummi. Das Kauen regt den Speichelfluss an, das „spült“ die Zähne.


Unsere Tochter (13) besteht neuerdings auf Bleaching-Zahncreme. Wie sinnvoll oder wie gefährlich ist das?

Für Teenager wird gutes Aussehen plötzlich wichtig. Zähneputzen ist deshalb vor allem unter diesem Aspekt von Interesse, und damit die Zähne schön weiß werden, muss eine aufhellende Zahnpasta her. Doch zahnmedizinisch sind sie nicht zu empfehlen: Weißmacherzahnpasten haben oft grobe Putzkörper und schrubben nicht nur die Verfärbung weg, sondern auch Löcher in die Schmelzschicht. Auch eine Bleachingbehandlung beim Zahnarzt ist nicht ohne Risiko: Allzu oft und in zu kurzen Zeitabständen durchgeführt, hinterlässt auch dieses Schönheitsbleichen Schäden an der Schmelzschicht. Zahnverfärbungen rückt man am besten mit einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) zu Leibe. Sie ist neben der täglichen Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder speziellen Bürstchen nicht nur eine gute Vorbeugung vor Parodontose, sondern auch vor Mund- geruch. Bei der PZR werden harte und weiche Zahnbeläg (der Zahnstein) entfernt. Außerdem werden die Zähne nach der Reinigung geglättet und versiegelt. So verhindert man Zahnfleischentzündungen und die Neubildung von Zahnstein. Ohne eine solche Behandlung ist das Risiko größer, dass sich Zahnfleischtaschen bilden. Wenn diese zu groß werden, können schlimmstenfalls sogar schon in jungen Jahren Zähne ausfallen.

Tipp: Inzwischen übernehmen manche Krankenkassen zumindest teilweise die Kosten für eine Professionelle Zahnreinigung pro Jahr. Eine Nachfrage lohnt sich.

Schon in den Achtzigerjahren haben schwedische Studien erwiesen, dass regelmäßige Zahnreinigungen das Risiko, an Karies oder Zahnfleischschwund zu erkranken, deutlich senken. Die Kosten für eine PZR belaufen sich je nach Aufwand und Ausführung auf etwa 35 bis 150 Euro.


Meinem Sohn (5) wurde durch einen Unfall ein Vorderzahn beschädigt, sodass er eine Krone benötigt. Wer übernimmt die Kosten?

 Die Versorgung mit Milchzahnkronen ist für Kinder, die gesetzlich krankenversichert sind, gänzlich kostenfrei. Was bei Ihrem Sohn demnach zutrifft. Anders sieht die Kostenfrage aus, wenn es um einen bleibenden Zahn geht. Dann gilt die Kostenregelung wie bei Erwachsenen. Die Gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss. Wurde das Bonusheft, das es ab dem 12. Lebensjahr gibt, lückenlos geführt, das heißt, zweimal im Jahr ein Stempel eingetragen, können weitere Zuschüsse von der Krankenkasse gezahlt werden. Alle über diesen Festzuschuss hinaus anfallenden Kosten sind von den Eltern des Kindes selbst zu tragen. Eine Ausnahme ist der Härtefall: Wenn das Familieneinkommen entsprechend niedrig ist, übernimmt die Krankenkasse, bei der das Kind bzw. der Jugendliche unter 18 Jahren familienversichert ist, die vollen Kosten für eine Standard-Überkronung.

Tipp: Weitere Ausnahmen sind Unfälle, die sich z. B. in der Schule oder im Vereins- und Freizeitbereich ereignen. In diesen Fällen kommt die Unfallkasse oder die Versicherung des Vereins für die Kosten auf.

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Vorsicht vor Fremden im Netz!
- Physik-WM in Peking
- Neurofeedback

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