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Wiederholungsimpfungen nicht vergessen!

 

Es hat wieder geklappt – während die Schwester meine kleine Tochter mit einem simplen Gummibärchen abgelenkt hat, hat ihr der Kinderarzt blitzschnell die Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln verabreicht. Es ist ihre zweite MMR-Impfung.

Dieser kleine Piks wird sie nun ihr Leben lang schützen. Andere Impfungen dagegen müssen zeitlebens immer wieder aufgefrischt werden, da der Impfschutz nach fünf bis zehn Jahren schwächer wird. Bei Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung oder Keuchhusten ist das der Fall. Heute sind die vier Impfstoffe in einem Serum kombiniert – mit einer Spritze alle zehn Jahre ist man also auch gegen diese Krankheiten gefeit.

Nun sind gerade Kinderlähmung und Diphtherie in Deutschland so gut wie ausgestorben, warum ist es trotzdem sinnvoll, sich immer wieder dagegen impfen zu lassen? Weil diese Krankheiten noch nicht weltweit ausgerottet sind, sagt Dr. Dietmar Beier von der Sächsischen Impfkommission. Es gibt noch immer Länder, in denen es  diese  Krankheiten  gibt.  Sobald  die  Impfrate  sinkt, steigt dort die Anzahl der Erkrankungen sprunghaft an. Als Beispiel nennt Dr. Beier Nigeria. Dort gab es 2003 nur noch wenige Polio-Fälle. Als Islamisten die Impfprogramme in Verruf brachten, sank die Impfrate dramatisch. Bald darauf gab es in dem Land eine große Kinderlähmungswelle, die sich schnell in Afrika ausbreitete und sogar bis nach Asien schwappte.

Beim  nächsten  Kinder-  und  Hausarztbesuch  daher den Impfpass nicht vergessen und einfach mal nachschauen lassen, ob vielleicht eine Impfung aufgefrischt werden muss!

von Barbara Legner-Meesmann

 

 

 

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Frühchen
- Strategisches Denken
- Tabuthema Tod
- Streitthema Tattoo

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