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Schnief, Schnupf, Kratz

Während sich ein gesunder Erwachsener durchschnittlich ein- bis zweimal jährlich mit einer Erkältung plagt, hat ein Kindergartenkind durchschnittlich fünf- bis zehnmal damit zu kämpfen, ältere Schulkinder ein bis zweimal.

Der Grund: Mit jeder Erkältung lernt der Körper einen neuen Virus kennen und wird immun dagegen. Natürlich sind Kinder auch durch den Aufenthalt in Gruppen und den intensiven Körperkontakt während des Spielens sehr viel stärker einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt als Erwachsene es an ihrem Arbeitsplatz in der Regel sind. Das Zusammentreffen mit vielen Infizierten in schlecht gelüfteten Räumen begünstigt eine Ansteckung, und die trockene Heizungsluft sowie die kalten Temperaturen erhöhen die Anfälligkeit des Körpers dafür.

Grippaler Infekt oder Grippe?

Auch eine Grippe wird durch Viren, die Influenza-Viren vom Typ A, B oder C, ausgelöst. Doch während ein grippaler Infekt schleichend beginnt und meist recht harmlos verläuft, macht sich eine Grippe plötzlich und mit sehr viel heftigeren Symptomen bemerkbar. Die erkrankte Person wird für einige Tage regelrecht außer Gefecht gesetzt, und der Körper benötigt dann oft mehrere Wochen, bis er sich wieder vollständig erholt hat. Doch im Gegensatz zum grippalen Infekt gibt es gegen die Influenza-Viren die Möglichkeit, sich einmal jährlich impfen zu lassen. Eine Grippeschutzimpfung wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der Ständigen Impfkommission empfohlen.

Luftbefeuchter bei Infektionen

Die empfohlenen 40–65 Prozent relative Luftfeuchtigkeit bei einer Zimmertemperatur von 21–22 °C werden nur selten erreicht. Lüften hilft dann nicht weiter, denn kalte Luft kann nur wenig Wasser aufnehmen. Und auch durch einen Wasserbehälter am Heizkörper ist der optimale Wert nicht zu erreichen. Der Handel bietet deshalb zahlreiche Luftbefeuchter an, die versprechen, das Raumklima wesentlich zu verbessern. Doch viele Geräte sind nach einigen Wochen stark von Keimen besiedelt und schleudern neben der Feuchtigkeit reichlich Bakterien in den Raum. Empfehlenswert sind nur die Verdampfer, die das Wasser zu Dampf erhitzen und dann an den Raum abgeben. Genau das macht
aber auch ein Topf Wasser auf der Herdplatte. Und auch Zimmerpflanzen, vor allem Hydrokulturen, liefern Feuchtigkeit. Auch ein gut bestückter Wäscheständer kann helfen, die Luftfeuchtigkeit nach oben zu treiben. Fast zeitgleich mit einem Schnupfen macht sich eine Erkältung häufig auch durch ein Kratzen im Hals bemerkbar, aus dem rasch eine schmerzhafte Entzündung werden kann.

Mein besonderer Tipp

Wärmewickel mit Bienenwachs Ein mit Bienenwachs präparierter Wickel ist ein Hausmittel bei Erkältung, das gut für Kinder geeignet ist. Ein solcher in Apotheken erhältlicher Wickel ist wie ein in Bienenwachs getränktes Blatt Papier. Mit einem Fön wird der Wickel erhitzt und kann dann gut auf die Brust des Kindes gelegt und angedrückt werden. Dort bleibt er ein bis drei Stunden lang liegen. Damit es nicht zu Verbrennungen kommt, kann das Wachspapier in einen Leinenwickel gelegt werden. Durch die lang anhaltende Wärme wirkt der Wickel hustenstillend und schleimlösend. Die Wirkung kann noch verstärkt werden, indem vor dem Auflegen des Wickels die Brust mit ätherischen Ölen eingerieben wird.

Aus: „Meine besten Hausmittel“ von Dr. Franziska Rubin

 

 

 

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Vorsicht vor Fremden im Netz!
- Physik-WM in Peking
- Neurofeedback

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