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Erkältungsmittel und ihre Risiken

Auch rezeptfreie Kinder-Hustensäfte aus der Apotheke können gefährliche Nebenwirkungen zeigen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einer aktuellen Fachpublikation hin.

Gerade 1- bis 3-Jährige sind oft erkältet, häufig wird dann der rezeptfreie Husten- oder Erkältungssaft aus der Hausapotheke geholt. Doch Vorsicht, nicht alle Hustenpräparate sind für Kinder geeignet! Vor der Anwendung sollte man deshalb einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Hustenstillende Substanzen aus der Gruppe der sogenannten Antihistaminika der ersten Generation, wie Doxyl­amin, Diphenhydramin oder Dimenhydrinat, können bei Säuglingen zentrale Atemstörungen wie Schlafapnoen (Atemaussetzer im Schlaf), schlimmstenfalls sogar einen Kollaps von Herz und Atmung verursachen. Bei älteren Kindern kommt es bereits bei normaler Dosierung zu Tagesmüdigkeit, Benommenheit und Konzen­trationsstörungen; Überdosierungen führen zu Halluzinationen und Krämpfen. In Deutschland sind diese Arzneistoffe zur Behandlung von Erkältungskrankheiten für Kinder bis 3 Jahre zwar nicht zugelassen, in Erkältungssäften für Erwachsene können sie aber durchaus enthalten sein. Außerdem werden diese Substanzen bei Kleinkindern als Schlaf- und Beruhigungsmittel oder zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Für diese Anwendungen sollte man sich beim Kinderarzt oder in der Apotheke ausführlich beraten lassen. Die empfohlene Dosierung, die man auch der Packungsbeilage entnehmen kann, ist strikt einzuhalten und darf nicht eigenmächtig erhöht werden.

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Frühchen
- Strategisches Denken
- Tabuthema Tod
- Streitthema Tattoo

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