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Rücken gut - alles gut!

Ein gesunder Rücken ist für die Entwicklung von Kindern von besonderer Bedeutung.

Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung zeigt jedes zweite Kind am Ende der Grundschulzeit eine auffällige Körperhaltung und klagt über Rückenschmerzen. Der Grund: zu wenig Bewegung. Die folgenden Tipps machen nicht nur fit, sondern sorgen auch für gute Laune.

Bewegungsspiele von A bis Z

Angeln mit den Füssen

Schnell ein paar Fische aus Papier oder Pappe basteln und in eine Kiste, also den Teich, werfen. Wer schafft es, die meisten Fische mit den Füssen zu angeln? Wem das zu schwer ist: Quietscheentchen lassen sich einfacher fangen.

Basketball für drinnen

Einen Papierkorb auf den Schrank oder ein Regal stellen. Wer schafft es, einen Softball hineinzuwerfen? Vorher die Glasvasen bitte wegräumen.

Cowboy und Indianer

Cowboys und Indianer sind mutig. Um das zu beweisen, springen sie sogar über ein Terrarium mit Schlangen (ein Hula-Hoop Reifen mit Luftschlangen o. Ä.). Wer den Ring berührt, scheidet aus.

Dreibeinlauf

Je zwei Kinder stellen sich nebeneinander. Jeweils ein rechtes und ein linkes Bein werden zusammengebunden. Welches Team schafft eine vorgegebene Strecke ohne hinzufallen?

Eins, zwei, drei, wer hat den Ball?

Alle stellen sich in einer Reihe auf. Ein Spieler steht etwa zwei Meter vor den anderen und kehrt ihnen den Rücken zu. Er wirft einen Ball über den Kopf zu den anderen. Wer den Ball fängt, versteckt ihn hinter dem
Rücken und ruft: "Eins, zwei, drei, wer hat den Ball?" Der Ballwerfer muss das nun erraten.

Flohkönig

Flöhe sind wahre Sprungwunder. Sie können 200-mal weiter springen als sie groß sind. Und wie weit kommen unsere Kinder? Einfach in die Hocke gehen und ab nach vorn. Der Sieger wird Flohkönig.

Gummitwist

Das hat Oma schon gespielt. Man benötigt ein etwa drei Meter langes Gummiband, das zusammengeknotet wird. Zwei Mitspieler dienen als "Pfosten" und spannen das Band, der dritte hüpft
nach vorher verabredeten Regeln über das Gummiband.

Hüpfschnecke

Mit Kreide ein Schneckenhaus auf die Straße malen. Einzelne, etwa schuhgroße Felder einzeichnen. Jetzt vorsichtig von Feld zu Feld bis in die Mitte hopsen. Wer eine Linie berührt, scheidet aus.

Igeljagd

Ein Kind bekommt einige Wäscheklammern ans T-Shirt geheftet. Ein anderes Kind oder die Eltern versuchen, dem kleinen Igel die Stacheln abzujagen und heften sie sich selbst an. Ist der kleine Igel ganz nackt, beginnt das Spiel mit dem nächsten Igel von vorn.

Jonglieren für den Kinderzirkus

Dafür muss man viel üben. Anfangen sollte man mit einer Hand und einem Ball: hoch werfen und wieder auffangen, ohne sich groß zu bewegen. Wenn das klappt, einen zweiten Ball dazu nehmen und versuchen, beide Bälle mit einer Hand zu fangen.

Krebsfußball

Auf alle Viere, aber mit dem Rücken zum Boden. Po ordentlich anheben und los geht's im Krebsgang. Wer schießt so die meisten Tore? Wer schafft die weiteste Strecke, ohne den Po abzusetzen?

Luftballon-Wettrennen

Luftballon aufpusten und zwischen die Beine klemmen. Wer kann am schnellsten damit rennen? Wer den Luftballon verliert, fängt noch mal am Ausgangspunkt an.

Mützen stehlen

Wer die Mütze auf hat, dem wird hinterher gejagt. Gelingt es einem Fänger, eine Mütze zu stehlen, setzt er sie sich auf und wird so selbst zum Gejagten.

Nebelhorn

Einige der Mitspieler sind Leuchttürme mit einem Nebelhorn. Die anderen versuchen, mit geschlossen Augen als Schiffe durch das Meer zu schippern. Sobald ein Schiff droht, einen Leuchtturm anzufahren, fangen die Nebelhörner an zu tuten.

Obstsalat

Ein Kreisspiel für mehrere Kinder. Jeder sitzt auf einem Stuhl und verkörpert eine Obstsorte. Ein Kind steht in der Mitte. Es muss sich einen Stuhl erobern. Es zählt einige Früchte auf. Dann ruft es "Obstsalat".
Alle genannten Früchte springen auf und wechseln den Platz. Das Kind, das übrig bleibt, steht als Nächstes in der Mitte.

Pferderennen

Auf einem Besen kann jeder reiten. Einfach den Besenstiel zwischen die Beine klemmen und los geht's. Wer saust mit seinem Pferd am schnellsten über die Wiese?

Quak-Alarm

Ein Mitspieler ist der Storch, die anderen die Frösche. Der Storch will die Frösche fangen. Alle müssen sich "standesgemäß" bewegen: Der Storch hüpft auf einem Bein, die anderen springen wie ein Frosch
und quaken ordentlich. Hat der Storch einen Frosch erwischt, tauschen die beiden ihre Rollen.

Raupenlauf

Alle Mann hintereinander auf alle Viere. Der Hintermann umfasst die Knöchel des Vordermanns. So geht's eine Runde über die Wiese. Wer abreißen lässt, muss pausieren. Welches Raupenstück hält am längsten?

Schubkarre

Je zwei Kinder bilden ein Team. Das erste Kind nimmt die Liegestützposition ein. Das zweite hebt die Füsse des ersten Kindes hoch. Und schon geht die "Schubkarre" los. Welches Team ist als erstes im Ziel?

Teebeutelweitwurf

Erst wie beim Hammerwerfen ordentlich Schwung holen, dann den Teebeutel weg schleudern. Wer wirft am weitesten? Nasse Teebeutel fliegen besser. Wer keinen Ärger will, sollte das draußen machen.

Urwaldpfad

Im Urwald geht kein Weg geradeaus. Also leere Sandeimer, Wasserflaschen oder Spazierstöcke aneinanderreihen und im Slalom drum herum laufen oder drüber springen. Wenn die Untermieter einverstanden sind, geht das auch drinnen auf dem Flur.

Verstecken

"Eins, zwei, drei, vier, Eckstein, alles muss versteckt sein." - Der Spieleklassiker schlechthin. Während sich ein Kind die Augen zuhält, verstecken sich die anderen. Wer findet seine Mitspieler am schnellsten?

Wassereimerwettlauf

Das Spiel für heiße Tage. Man braucht pro Team zwei Wassereimer und einen Suppenteller. Der erste Eimer wird mit Wasser gefüllt, der zweite etwa zehn Meter weit weg gestellt. Mit dem Suppenteller muss
das ganze Wasser zum zweiten Eimer gebracht werden. Wer gewinnt?

X-Bein-Lauf

Auf die Fußinnenkanten stellen und in kleinen Schritten vorwärts tippeln. Da hat jeder X-Beine. Dann auf die Fußaußenkanten stellen und weiter laufen. Eigentlich müsste dieser Punkt Fußgymnastik heißen. Aber finden Sie mal ein Spiel mit X!

Yoga für Kinder

Spaß macht Kindern zum Beispiel der "Baum": auf ein Bein stellen, das andere anwinkeln und am Standbein abstellen. Wenn das geht, noch die Hände nach oben strecken.

Zapfenweitwurf

Im Wald oder Park verschiedene Zapfen sammeln und auf der Wiese zum Weitwerfen antreten. Wer gewinnen will, sollte zu Kiefernzapfen greifen. Die fliegen besser als Lärchenzapfen.

Jana Olsen

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Frühchen
- Strategisches Denken
- Tabuthema Tod
- Streitthema Tattoo

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Rückengerechte Tipps für den Schulranzen

Ein Ranzen begleitet Kinder über mehrere Jahre. Deshalb gibt es einiges zu beachten. Es empfiehlt sich, eher einen kleinen, leichteren Ranzen (bis 1,4 Kilo) zu kaufen. In größere Ranzen wird auch mehr hinein gepackt. Rucksäcke sind zwar leichter, werden aber den ergonomischen Anforderungen nicht gerecht.
Wenn Sie einen neuen Schulranzen kaufen, lassen Sie Ihr Kind das neue Modell am besten Probetragen. Denn Ranzen ist nicht gleich Ranzen und jeder Schüler ist verschieden in Größe und Körperbau. Bei einem Fachhändler kann man sich beraten lassen. Ein guter Ranzen hat ein Rückenteil, das der Form der Wirbelsäule nachempfunden ist. Die Tragegurte sollten gut gepolstert sein, um das Gewicht möglichst großflächig auf den Schultern zu verteilen. "Bananenförmige" Träger verhindern ein Verrutschen der Gurte.

Eine Studie mit 2000 Kindern ergab, dass die meisten Kinder zu schwere Ranzen tragen. Vermeiden Sie also jedes überflüssige Gramm. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob alles gebraucht wird. Klären Sie mit dem Lehrer, ob einige der schweren Schulbücher in der Schule bleiben können. Verzichten Sie darauf, schwere Getränke mitzugeben. Vielleicht kann man in der Klasse einen Milch- oder Teedienst organisieren oder gemeinsam einen Kasten Wasser kaufen? Auch die Einstellung des Ranzens ist wichtig. Beide Träger sollten straff gezogen werden, sodass der Ranzen eng am Rücken anliegt. Schwere Dinge
sollten nah am Rückenpolster verstaut werden.

Weitere Infos:
www.haltungundbewegung.de