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Fit in den Herbst

Der Herbst steht vor der Tür. Viele Eltern mit kleinen Kindern sehen dem Schmuddelwetter mit Sorge entgegen, lauern doch in dieser Jahreszeit besonders viele Erkältungs- und Magen-Darm-Viren auf die ganze Familie. Bis zu zehn Infekte pro Jahr sind nichts Ungewöhnliches, beruhigen Kinderärzte. Mit den folgenden Tipps bleibt Ihr Kind jedoch fit wie ein Turnschuh.

Mutprobe. Starke Temperaturschwankungen verträgt der Körper besser, wenn er darauf trainiert wird. Doch die kalte Dusche nach einem warmen Bad ist auch für Kinder gewöhnungsbedürftig. Gestalten Sie das Ganze als Mutprobe, das macht es spannend. Auch auf das Vorbild der Eltern kommt es an! Wem eine kleine Über- schwemmung im Bad nichts ausmacht, kann seinen Sprössling auch im Zehn-Sekunden-Takt zwischen einer Schüssel mit warmem und einer mit kaltem Wasser hin und her wechseln lassen. Bei Kälte barfuss aus dem Haus? Beim morgendlichen Tautreten (oder im Schneehaufen auf dem Balkon) ist ausdrücklich erwünscht, was sonst nicht erlaubt ist. Danach das Wasser gründlich abstreifen und warme Strümpfe anziehen.


Matschstunde. Kinder, die regelmäßig draußen sind, werden seltener krank. Auch wenn es draußen matschig ist, sollten sie täglich an die frische Luft. Denn wer herumtobt, atmet tiefer. Dadurch werden die Zellen mit mehr Sauerstoff versorgt und die Abwehrzellen mobilisiert.


Träum was Schönes. Studien belegen, dass im Schlaf die Zahl der Abwehrzellen steigt. Man kann sich also tatsächlich gesund schlafen. 2-Jährige brauchen etwa dreizehn Stunden Schlaf, zwei davon mittags. 4- bis 6-jährige Kinder sollten elf Stunden schlafen, Grundschülern reichen etwa zehn Stunden.


Lachen ist gesund. Immer wieder belegen Studien, dass Glücksgefühle das Immunsystem stärken. Also lachen und singen Sie gemeinsam. Auch eine Kuschelstunde mit einer sanften Massage macht die Kleinen zufrieden und stark.

 

 

 

Häufige Beschwerden selbst behandeln

 

Fieber

Ab 38 Grad spricht man von Fieber. Kinder brauchen dann mehr Flüssigkeit als gewöhnlich, geben Sie Ihrem Kind also viel zu trinken. Ziehen Sie es nicht so warm an und lassen Sie frische Luft ins Zimmer. Wadenwickel sind eine gute Methode, um das Fieber auf natürliche Art zu senken. Tauchen Sie kleine Handtücher in handwarmes – nicht eiskaltes – Wasser und wickeln Sie sie um jede Wade. Packen Sie die Beine in ein zweites, trockenes Tuch ein. Wechseln Sie die Wickel alle 10 Minuten.

Ohrenschmerzen

Jede Erkältung birgt die Gefahr, dass sich die Entzündung auf die Ohren ausweitet. Um das zu verhindern, ist es wichtig, die Nase frei von Sekret zu halten. Geben Sie Nasentropfen, um für eine gute Belüftung der Verbindungsgänge zum Ohr zu sorgen. Versuchen Sie, die Schmerzen mit der Gabe von Paracetamol und einem Zwiebelwickel zu lindern. Zwiebeln enthalten keim- und entzündungshemmende Stoffe. Schneiden Sie für den Wickel eine Zwiebel in kleine Stücke und geben Sie diese in ein Stoffsäckchen. Tauchen Sie das Paket etwa zwei Minuten in kochendes Wasser. Lassen Sie es abkühlen, legen Sie es dann auf das Ohr.

Husten

Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken. Thymian- oder Salbeitee sind gut geeignet, ein Löffel Honig macht ihn für Kinder genießbar. Festsitzenden Husten lindert ein Sirup mit Spitzwegerich. Ist der Husten locker, löst ein Hustensaft aus Efeu den Schleim. Eine leicht gekippte Matratze erleichtert beim Schlafen das Abhusten. Sorgen Sie für Befeuchtung der Raumluft, indem sie feuchte Tücher aufhängen. Bei akutem Husten beruhigt ein Brustwickel. Tauchen Sie ein Mulltuch in kühles Wasser und wringen Sie es aus. Legen Sie das Tuch auf ein zweites, trockenes Tuch. Wickeln Sie beide um Brust und Rücken des Kindes. Decken Sie das Kind gut zu und lassen Sie den Wickel etwa 20 Minuten wirken.

Jana Olsen

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Vorsicht vor Fremden im Netz!
- Physik-WM in Peking
- Neurofeedback

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