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Schokolade selbst gerührt

Wisst ihr, was Schokolade mit Rugbybällen zu tun hat? Na? Um Schokolade herzustellen, braucht man Kakao. Der wächst auf Bäumen, auf Kakaobäumen. Und die Früchte der Kakaobäume haben die Form von violetten, gelben oder orangen Rugbybällen.

Kakaofrüchte wachsen im tropischen Regenwald und werden mit einer Machete vom Stamm geschlagen. Im Inneren befinden sich 20–60 Samen: die Kakaobohnen. Diese bleiben nach der Ernte zunächst in Kisten liegen, dort reifen sie und entwickeln den typischen Kakaogeschmack. Dann werden die Bohnen in der Sonne getrocknet. Anschließend werden sie verkauft und kommen mit dem Schiff zum Beispiel nach Deutschland. Im Supermarkt kann man Kakaobohnen trotzdem nicht kaufen, denn sie schmecken zu bitter, um sie unverarbeitet zu essen. Daher kommen die Kakaobohnen zuerst in die Fabrik. Dort gewinnt man daraus wichtige Produkte, die für die Herstellung von Schokolade und Süßigkeiten gebraucht werden: Kakaopulver, Kakaomasse und Kakaobutter. Zur Schokoladenherstellung wird die Kakaomasse mit etwas Kakaobutter und Zucker versetzt. Soll es Milchschokolade werden, wird noch Milchpulver zugegeben. All das wird gemischt und gewalzt. Dann kommt das „Conchieren“: Die Schokoladenmasse wird bei niedrigen Temperaturen langsam und stundenlang gerührt. Dabei verliert die Schokolade ihren bitteren Geschmack, wird geschmeidig, glänzend und zart schmelzend. Anschließend wird die Masse in Formen gefüllt, abgekühlt und fertig ist die Schokotafel. Habt ihr jetzt auch Appetit? Keine Schokolade im Haus? Aber Kakaopulver? Dann könnt ihr euch schnell ein paar Schokomakronen backen.

Dazu braucht ihr:

250 g weiche Butter
250 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
50 g Kakaopulver
1 Päckchen Backpulver
200 g feine Haferflocken
200 g Mehl
Backpapier

Und so geht´s: 

Den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen. Die weiche Butter mit Zucker, Salz und Eiern zu einer Creme verrühren und die übrigen Zutaten hinzufügen. Aus dem Teig etwa 20 Kugeln formen und diese in ca. 5 cm Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Die Kekse 15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

 

Das passende Getränk dazu

Probiert als Getränk doch mal „Xocolatl“. In Mittelamerika haben das die einheimischen Azteken und Maya schon lange vor der Entdeckung durch die Europäer genossen.

Für 4 Tassen braucht ihr:

1 Vanilleschote (längs halbieren)
1 grüne Chili ohne Kerne
(gehackt)
1 Tasse Kakaopulver
1 EL flüssigen Honig
Mixstab, Topf

Lasst 4 Tassen Wasser mit der Vanilleschote in einem Topf aufkochen. Gebt Chilistücke dazu und  lasst sie mit kochen. Chili ist ziemlich scharf. Wer Scharfes nicht so mag, nimmt nur eine halbe Schote oder weniger. Rührt Kakaopulver mit etwas Wasser an und gebt diesen Brei ins kochende Wasser. Alles aufkochen lassen, Vanilleschote herausnehmen. Die Flüssigkeit mit dem Mixstab pürieren. Vorsicht mit der heißen Flüssigkeit, lasst euch von einem Erwachsenen helfen! Anschließend quirlt ihr noch Honig ein – fertig!

 

Was auch warm macht

Wenn ihr alles gekostet und ein wenig verdaut habt, spielt eine Runde Rugby oder etwas Ähnliches. Dann rennt ihr euch die zusätzlichen Kalorien schnell wieder ab. Viel Spaß!

 

von Dr. Anne-Kathrin Habermann

 

 

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Frühchen
- Strategisches Denken
- Tabuthema Tod
- Streitthema Tattoo

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