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Bunt sind schon die Wälder

Wisst ihr, was Herbst eigentlich bedeutet?

Das deutsche Wort Herbst ist verwandt mit dem englischen harvest. Und harvest heißt Erntezeit. Im Herbst wird also Vorrat für den Winter geerntet. Zum Beispiel Kürbisse, große und kleine, leuchtend orange, gelbe oder grüne. Habt ihr schon mal gehört, dass der Kürbis eine Rekordpflanze ist?

1. Der Kürbis ist die älteste gezüchtete Nutzpflanze der Welt. In Peru hat man Kürbissamen gefunden, die älter als 12 000 Jahre sind.

2. Der Kürbis entwickelt die größten Früchte der Welt. Es gibt Rekordmeldungen von Kürbissen mit einem Durchmesser von über 3 Metern und einem Gewicht von über 500 Kilogramm! Viel Spaß beim Nach-Hause-Tragen!


Bestimmt kennt ihr auch die Halloweenkürbisse. Probiert doch mal selbst, einen Kürbis auszuhöhlen! Schneidet dann vorsichtig Augen, Mund und Nase aus, stellt ein Teelicht hinein und lasst ihn im Dunkeln leuchten. Aber bitte nur dort, wo nichts anbrennen kann. Fragt am besten eure Eltern.
Den Halloweenbrauch haben irische Auswanderer nach Amerika gebracht. Von dort kam er zu uns.
 Im Herbst gibt es viele Möglichkeiten des Dekorierens und Schmückens. Nicht nur Zierkürbisse eignen sich, sondern auch Hagebuttenzweige, Feuerdorn, Schneebeeren, Pfaffenhütchen, Lampionblumen, Blätter – einfach alles, was schön und bunt aussieht. Mit etwas Bindedraht und viel Fantasie könnt ihr daraus bunte Herbstkränze binden. Zum Schluss macht ihr einen lagen Bastfaden daran und hängt den Kranz mit Hilfe eurer Eltern an die Haus- oder Wohnungstür.
Mit herbstlichen Fundsachen kann man nicht nur dekorieren, sondern sogar wissenschaftliche Geräte bauen. Glaubt ihr nicht? Doch! Zum Beispiel ein Hygrometer. Was das ist? Ein Hygrometer ist eine Vorrichtung zur Messung der Luftfeuchtigkeit.

Ihr braucht dazu: 1 schönen Fichtenzapfen; 1 Brettchen; 1 stabiles, rechteckiges Stück Pappe; 1 Nadel; 1 Strohhalm

Das Geheimnis ist folgendes: Der Fichtenzapfen öffnet sich bei trockener Luft und schließt sich bei feuchter. So schützt er seine Samen. Diesen Naturvorgang nutzen wir, um uns die Luftfeuchtigkeit anzeigen zu lassen.

Und so geht es: Ihr klebt den Fichtenzapfen mit einem Wachsplättchen oder mit Leim auf das Brettchen. Die Nadel steckt ihr seitlich etwa auf halber Höhe in eine Samenschuppe. Dann setzt ihr den Strohhalm als Verlängerung auf die Nadel. Zuletzt klebt ihr die Pappe als Rückwand an das Brettchen. Dort könnt ihr mit Bleistift anmalen, auf welcher Höhe sich der Strohhalm gerade befindet. So seht ihr das Öffnen und Schließen der Samenschuppen ganz genau. Offen heißt trockene Luft, geschlossen heißt feuchte Luft. Stellt euer Hygrometer nach draußen an einen vor Regen geschützten Ort. Markiert, wo die Nadel bei Regen steht und wo bei Sonnenschein. Viel Erfolg als Wetterfrosch!

Dr. Anne-Kathrin Habermann
Apothekerin

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Frühchen
- Strategisches Denken
- Tabuthema Tod
- Streitthema Tattoo

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