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Jedes Kind ist anders! Manche heißen auch so.

Besonders und berühmt sein, ein Star sein – das ist das eine. Besonders sein und auffallen, Außenseiter sein, das andere. Meist haben Kinder eher den Wunsch dazuzugehören, zu sein wie die anderen. Schnell kann es zu Ausgrenzung und Mobbing kommen. Daher ist es wichtig, Kindern die Achtung für das näher zu bringen, was nicht der Norm entspricht und damit vielleicht auch die eigenen Merkwürdigkeiten schätzen zu lernen. 

von Ingrid Exo

 

Loris

Loris ist 3.297 Tage alt und sammelt Uhren. Überraschungen gefallen ihm nicht. „Ich habe es gern, wenn jeder Tag ganz genau gleich ist und alle Dinge ihren festen Platz haben.“ Loris ist Autist, jemand, der „sehr auf sich bezogen ist“, wie ihm sein Vater das Wort erklärt hat. In der Schule muss man ihm genau sagen, was er machen soll, sonst ist er überfordert. Gefühle anderer zu erkennen, fällt ihm nicht leicht. Zum Glück hat er verständnisvolle Lehrer und zwei gute Freunde, die über seine Besonderheiten nicht lachen. Und dank seiner speziellen Wahrnehmungsgabe finden sie die verschollene Katze der Nachbarin wieder. Loris Alltagsschilderungen werden von einfachen wie stimmungsvollen Bildern begleitet und so werden Kinder rasch erfassen, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht so ist wie alle anderen.gleichermaßen gewürdigt.

Verlag: BALANCE buch + medien verlag
Preis: 14,95 Euro

 

Anders

„Knapp sieben Wochen, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war, überraschte Felix seine Mutter im Wäschekeller, wo er ihr nüchtern aber bestimmt ankündigte, sich ab jetzt anders zu nennen, nämlich Anders.“ Anders alias Felix ist in gewisser Hinsicht ebenfalls „sehr auf sich bezogen“. Offenbar spielen Zahlen auch in seiner Welt eine bestimmende Rolle: 263 Tage hat Felix nach seinem Unfall im Koma gelegen. Genauso lang, wie seine Mutter mit ihm schwanger war. 263 ist eine Primzahl, genau wie die 11. Felix ist jetzt 11 Jahre alt, Felix war auf Rang 11 der beliebtesten Namen, als er auf die Welt kam. Und genau an seinem 11. Geburtstag beförderte ihn diese Zahl in Gestalt einer 3700 Gramm schweren Leuchtziffer vom Dach des elterlichen Hauses herab ins Koma. Es ist der besondere Rhythmus, den der preisgekrönte Jugendbuchautor und Übersetzer Andreas Steinhöfel seinen Sätzen gibt, der das Buch auch für erwachsene Leser zu einem Genuss macht.

Verlag: Königskinder
Preis: 16,90 Euro 

 

Das Kaff der guten Hoffnung – Jetzt erst recht! (Bd.1)

Außenseitergeschichten der fantastischen Art sind die von den vier Freunden im „Kaff der guten Hoffnung“. Kai Lüftners Helden sind in all seinen Büchern von vorneherein ein bisschen anders – frech, chaotisch und wissbegierig. Und so schließt Kalle, der auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder bereits 136 Kinderheime hinter sich gelassen hat, Freundschaft mit den Makel-Kids, den einzigen Kindern, die im „Heim für schnell vermittelbare Kinder“ eben nicht schnell zu vermitteln sind. Weil sie stottern, zu groß, zu klein oder zu streng und ernst sind. Und gerade die vier sind es, die das Kinderheim „Zur guten Hoffnung“ vor den raffgierigen Plänen des Grafen Arg von Hinterlist bewahren, der aus dem Kinderheim eine Wellness-Oase machen möchte. Unversehens wird aus der turbulenten Abenteuergeschichte ein Anschauungsstück über Freundschaft, Zugehörigkeitsgefühl und Zusammenhalt. Mit Fortsetzung.

Verlag: Fischer Sauerländer
Preis: 9,99 Euro

Themen im aktuellen Heft sind u.a.:

- Arznei für die Kleinen
- Der "Smombie" geht um
- Heilkraft aus der Küche - Hausmittel

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